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„Körpererfahrung und Glaube“: Zur praktischen Theologie des menschlichen Leibes

„Und das Wort ist Fleisch geworden“ (Joh. 1,14): in Jesus Christus nimmt der unsichtbare Gott, von dem wir uns kein Bildnis machen dürfen, menschliche Gestalt an. Auch den Auferstandenen zu sehen und zu berühren, werden wir eingeladen. Darüber hinaus kann uns der reine Glaube dieselbe Erfahrungsgewissheit auf einer höheren Ebene vermitteln. Wie können wir all dies verstehen?

Das Buch Genesis betont die Gottebenbildlichkeit des Menschen in seiner leibhaftigen Ganzheit und nicht bloß in seinen geistigen Eigenschaften. Jenseits des Geist-Materie-Dualismus, der die abendländische Kultur beherrscht, beschreibt die jüdische Bibel auch Gott mit körperähnlichen, leibhaftigen Eigenschaften. Es findet ein geheimnisvoller Dialog auf der Ebene der Körpersprache statt, ein Zwiegespräch zwischen Gott und Mensch nicht nur im Wort, sondern auch in der leiblichen Gestaltbildung.

In diesem Seminar wollen wir dieser tieferen Bedeutungsebene des menschlichen Körpers nachgehen. Als Anleitung dienen uns dazu die jüdische Mystik, die sich mit der Gottesbotschaft im menschlichen Körper befasst hat, und der Leib und das Blut Christi im Leben, Handeln und Sterben des Messias. In den Ikonen der Ostkirche finden wir diese Theologie des menschlichen Leibes anschaulich ausgedrückt.

In der modernen Gesundheitsliteratur begegnen wir einer ausführlichen Psychosomatik, die konkrete physische Leidenszustände auf seelische und geistige Ursachen zurückführt. Dabei kommt jedoch die metaphysische Ebene der Gottebenbildlichkeit des Menschen viel zu kurz, im Unterschied zu Hildegard von Bingen, die den großen Bogen vom körperlichen Symptom zur verborgenen religiösen Ursache noch zu spannen vermochte. In ihrem Sinne will dieses Seminar ein jüdisch-christliches Licht auf die Psychosomatik werfen.

Das Leben im Körper in all seiner Verletzbarkeit und Heiligkeit wartet darauf, ein lebendiger Teil und vielleicht sogar das Herz unserer persönlichen Glaubenserfahrung zu werden.

 

„DIE HEILKRÄFTE VON GOTTES WORT“ – Bibel und Gebet als Quellen der Heilung

Dieses Seminar will Quellen der Heilung für Seele und Leib aus dem lebendigen Wort Gottes in der Bibel und dem persönlichen Gebet schöpfen. Gottes Wort ist der Schöpfer unseres Daseins auf allen Ebenen, vom subatomaren Teilchen bis zum Leben der Heiligen. Doch mit Seinem Ebenbild hat Gott uns auch die Freiheit gegeben, vom göttlichen Weg abzugehen und die Konsequenzen dafür zu tragen. Krankheit und Tod sind die Folgen für den Missbrauch unserer Freiheit. Durch die Einstimmung auf das Wort Gottes beginnen wir innerlich und äußerlich immer mehr heil und ganz zu werden und unsere Freiheit im guten Sinn auszuleben.

Gott spricht zum Menschen: Steh auf und werde gesund! Erhebe dich im Glauben und geh ohne Sünde in die Zukunft! Gottes Wort und Seine helfende Hand begegnen uns in der Heiligen Schrift und im Mitmenschen, dem Nächsten, dem wir uns liebevoll zuwenden. Gott spricht zu uns im stillen Gebet oder durch die Segnungen Seiner Schöpfung, der Natur. Dieser heilenden Präsenz Gottes möchte das Seminar im Alten und Neuen Testament nachgehen.

Weitere Glaubenszeugnisse und Gebetsworte schließen sich an. So können wir erfahren, wie nahe Gott dem Menschen schon vom Anfang ankommt und ihm sogar in der ersten Sünde nachgeht, um ihn wieder heimzuholen. Die Begegnung mit dem heilenden Gott erschließt sich als das Sakrament im Sakrament, die Heilung vollendet sich in der Heiligung. Brot und Wein werden zu Trägern des göttlichen Wortes und Seiner Schöpferkräfte. Der siebenarmige Leuchter wandelt sich in die sieben Ich-Bin-Worte Jesu Christi, die sich in seine Wunder als Liebeswerke der Heilung und Auferweckung ergießen und schließlich in den sieben Gaben des Heiligen Geistes Gestalt annehmen. In Gesprächen und gemeinsamen Übungen suchen wir uns für diese Gaben zu öffnen!

 

BETEN UND MEDITIEREN MIT IKONEN

Ikonen sind anders – sie sind nicht nur Fenster in eine andere Welt, sondern bringen uns diese auch näher. Wir sollen uns keine Bilder von Gott machen – aber unser Bewusstsein produziert permanent Bilder nicht nur von Gott, sondern auch von uns selbst, der Welt und den Mitmenschen. Was ist denn, wenn Gott speziell für uns Bilder von sich selbst malt? Das sind die Ikonen! Auf den Ikonen zeigt er nicht nur sich selbst, sondern auch, wie er uns sieht, wie wir sind und wie wir werden können. Die Ikonen sind ein Heilmittel gegen die allgegenwärtige Bilderflut in uns und in unserer Umgebung. Sie reinigen Augen und Herzen und versenken sie in das göttliche Licht der Stille und des Friedens. Ikonen sind ein Evangelium des Lichts und der Farben.

Die Ikonen sind das Ruhegebet unserer Sinne, das immerwährende Herzensgebet unserer Augen. Wenn wir mit Ikonen meditieren, lernen wir, unsere Seele und die Schöpfung mit den Augen Gottes zu betrachten. Wir erleben eine Umkehrung unserer Perspektive. Unser Leben wird zum Raum für Gottes Gegenwart. Aus der Stille des Schweigens, das im Anblick der Ikone ruht, erwächst das Gebet des Herzens im Aufblick zum Licht und zur Liebe Gottes. Die Gebete und Gesänge der Ostkirche, in der die Ikonen beheimatet sind, werden uns auf diesem Weg begleiten.

Bildungshäuser Vierzehnheiligen

Vierzehnheiligen 9
96231 Bad Staffelstein

Datum: - 04.06.21 - 06.06.21
18:00 - 13:00

 

Die heiligen und heilenden Pflanzen der Bibel

Credo - Heilpraktiker Thomas Neß, Dresden

In der Bibel spielen die religiösen und medizinischen Eigenschaften der Pflanzen eine entscheidende Rolle, angefangen von den beiden Bäumen des Lebens und der Erkenntnis bis hin zu Weizen und Traube im Brot und Wein des Abendmahls. Sowohl die erste Sünde und damit Krankheit und Tod als auch die Erlösung sind mit bestimmten Pflanzen verbunden. Das Paradies wird als Garten beschrieben, und das ganze Universum und der Mensch werden beide mit einem Baum verglichen. Die Bibel legt sehr großen Wert auf die besonderen Eigenschaften der verschiedenen Pflanzen und ihre Bedeutung im Jahreslauf, bei den religiösen Festen und für die Ernährung und Heilung des Menschen. Aus Blüten und Ölen, Harzen und Früchten werden Heilmittel und Ritualstoffe gewonnen. Die Pflanzenwelt der Bibel enthält eine "Apotheke Gottes", die heute genauso aktuell ist wie zu Zeiten der Propheten und Apostel. Sogar der Ursprung der Homöopathie befindet sich schon in der Bibel.

Im Vortrag wird die besondere Bedeutung von Pflanzen und Bäumen innerhalb der Bibel beleuchtet. Die wichtigsten Heil- und Ritualpflanzen werden mit ihren Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt. Zudem kommt auch zur Sprache, was die Bibel grundsätzlich unter Gesundheit, Krankheit und Heilung versteht.

VERANSTALTUNGEN AUF ANFRAGE!